IDF Shirts

Die Lust am Töten treibt einige Blüten. Für israelische Soldaten wurde jetzt eine T-Shirt-Kollektion aufgelegt, wie die Zeitung Haaretz berichtet. Die Mördermode ist auf einzelne Abteilungen der sogenannten IDF (Israelische Verteidigungskräfte) zugeschnitten, mit Bildern und entsprechenden Texten bedruckt. Dem Scharfschützen ist das stahlblaue T-Shirt zugedacht. Soll ihn doch das aufgedruckte Bild einer hochschwangeren Palästinenserin, die das Fadenkreuz der Schußwaffe durchläuft, mahnen, teure Importmunition, aus den USA oder Deutschland, zu sparen. Unterm Bild der Rat »Ein Schuß, zwei Tote«. Dem Landser von Gottes Scholle, der beim Palästinenserschießen Kinder ins Visier nimmt, wird das taubengraue Shirt empfohlen: Drauf ein Kind mit Waffe, ebenfalls im Zentrum des Fadenkreuzes, drunter der Spruch: »Je kleiner, umso schwieriger.« Ein Militär erklärte das Design: »Das ist ein Kind, da bekommst du mehr Probleme, moralisch, und weil das Ziel kleiner ist.« Die Infanterie-Scharfschützen interessieren sich eher für Vorbeugung und Verhütung von Palästinensern. Auf hellblauem Shirt weint eine Mutter um ihr getötetes Baby, das einen Teddy in der Hand hält. Der Klagenden, selbstverständlich inmitten des Fadenkreuzes, rät der Militär-Designer, kein Kind zur Welt zu bringen: »Nimm lieber Durex« (Kondom).

»Wir haben die moralischste Armee der Welt«, triumphierte Ehud Barak, Israels Minister für Kriegsverbrechen, vergangene Woche. Er muß es wissen: »Ich habe Dutzende Jahre in Uniform verbracht.« Welches T-Shirt er unter der Jacke trägt, ist nicht bekannt.

Der US-Sender Sky News hat die kriegerischen Shirtmotive ins Netz gestellt.

(jck) Junge Welt