Ein Kernelement antideutscher Ideologie ist die Kollektivschuldthese zum deutschen Faschismus. Es waren "die Deutschen", die aus sozialpsychologischen und historischen Gründen stark antisemitisch geprägt gewesen seien und quasi in einem kollektiven Wahn den zweiten Weltkrieg entfesselt und den Holocaust begangen hätten.

Dass der Faschismus eine Massenbewegung war, die über eine soziale Basis verfügte ist unbestritten und dieser Erfolg der italienischen und deutschen Faschisten ist genau zu studieren. Alle oder "die" Deutschen verantwortlich zu machen entspricht aber nicht der historischen Wahrheit und negiert die Tausenden von toten Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, Christen und anderen Menschen, die Widerstand gegen die faschistische Diktatur geleistet haben. Die west- und jetzt gesamtdeutsche Elite hat aus gutem Grund diesen Widerstand verschwiegen – und sich bequem in die Kollektivschuld gefügt und somit ihre eigene Verantwortung und Schuld vertuschen können.

Eine ausgezeichnete Recherche- und Bildungsarbeit zum Thema Widerstand leistet der Studienkreis Deutscher Widerstand. Er hat seinen Sitz in Frankfurt und verfügt über eine sehr gute Bibliothek.

Ein Standardwerk, das eine sehr gute Übersicht über den Faschismus gibt ist die Quellen- und Dokumentensammlung von Reinhard Kühnl: Der deutsche Faschismus.

Auf dieser Seite sollen mehrere Texte zur Verfügung gestellt werden, die sich mit Ursachen und Hintergründen des Faschismus beschäftigen.

Einen guten Überblick zur (teils erfolgreichen) sozialen Demagogie der Nationalsozialisten gibt Kurt Pätzold. Dieser analysiert ebenso treffend den antisemitischen Terror und Propaganda der Nazis. Zur Machtübergabe an Hitler sei ebenfalls ein Artikel von Pätzold empfohlen, der die Interessen und Personen, die hinter den Faschisten standen klar benennt.