Dieser unabhängige Blog dient als Dokumentation der angeblich radikalen Linken in Deutschland 2009. Geprägt von Massenfeindlichkeit und einem Rekordtiefstand in der Organisierung, haben staatsnahe KulturrassistInnen die Möglichkeit im Namen der radikalen Linken in gesellschaftliche Hetzdebatten einzusteigen. So ist es mittlerweile schon ein Normalzustand wenn sie die Meinung der Herrschenden vertreten und sich von der Polizei schützen lassen während sie alle, die nicht in ihr radikalzionistisches Weltbild passen provuzieren und denunzieren.
Eine sektenartige Strömung in der linken Szene in Deutschland, die ihren Schwerpunkt in ihrer scheinbaren Kapitalismuskritik darin sieht, westliche Staaten in ihren imperialistischen Besatzungskriegen und Kriegsverbrechen im nahen Osten zu verteidigen und zu legitmieren, ruft dazu auf, alle verbliebenen radikal-linken Strukturen der angeblichen „Steinzeit Antimperialisten“ zu zerschlagen. Lange genug hat man sie ignoriert und sie machen lassen, weil man davon ausging das sie mit ihrer massenfeindlichkeit niemals den Anschluss an die reale politische Praxis bekommen würden. Man ging von einem temporäreren Trend aus und hätte niemals gedacht, das solch ein rassistisches Gedankengut anklang in der linken Szene finden würde. Der Gegenteil war der Fall: viele AktivistInnen bemühten sich um Verständnis und akzeptierten die scheinbar völlige Ohnmacht im Kapitalismus, man dürfe keine Politik gegen Bonzen betreiben da diese auch nur ein Zahnrad unter vielen wären. Staat und Konzernchefs wären (laut „Staat. Nation. Kapital. Scheisse.“) getrennt! Dann müsste man sich fragen warum Hartz4 so heißt …
Das ausgerechnet weiße Mitteleuropäer die meist kaum Berührungen mit Muslimen hatten, auf die Idee kommen die westliche Kultur als „besser“ anzusehen wie die des nahen Ostens und so jegliche Militärinterventionen des Westens dort befürworten, hat ihren Sinn. Der Imperialismus, der Tag für Tag so vielen Menschen das Leben kostet und Krieg und Elend verbreitet, wird schlichtweg tabuisiert und geleugnet. Ein weiteres Paradoxum ist, dass die gesamte radikale Linke weltweit zu stumpf wäre um das zu erkennen. Während es die Linke in Norwegen schafft einen Generalstreik gegen den Gazakrieg zu organisieren wünscht man den Massen hier Bomber Harris und die Flut.